Tempo raus, Spaß rein – Walking Football begeistert auf ganzer Linie

Im Rahmen des Pokalendspieltages des Betriebs- und Freizeitfußballs in Berlin wurde auch der Walking Football vorgestellt. Ziel dieser Begegnung war es, diese besondere Fußballvariante bekannter zu machen und weitere Betriebs-, Freizeit- und Gesundheitssportgruppen zu motivieren, eigene Walking-Football-Teams zu gründen oder sich bestehenden Mannschaften anzuschließen.

Team SCC und Team Berlin United lieferten sich ein packendes Duell über vier Viertel à 15 Minuten. Dazwischen wurde kurz verschnauft, gefachsimpelt und überprüft ob auch wirklich niemand aus Versehen ins Joggen geraten war. Denn beim Walking Football ist ein Sprint ungefähr so willkommen wie Regen beim Grillfest. Laufen ist was für Anfänger – wir spielen mit Köpfchen.

Das Team Berlin United, bestehend aus Spielern der Vereine TSV Mariendorf, TV Waidmannslust und Berliner Sport-Club, zeigte besonders in den ersten drei Vierteln sehenswerten Kombinationsfußball. Mit schönen Passstafetten und platzierten Abschlüssen gelangen einige tolle Tore. Da wurde so elegant kombiniert, dass selbst der Ball manchmal Mühe hatte, hinterherzukommen.

Der SCC hatte sich seine Fußballweisheiten offenbar bis zum Schluss aufgehoben. Im vierten Viertel war Schluss mit dem gemütlichen Einrollen – jetzt wurde kombiniert, gepasst und abgeschlossen, als gäbe es für jedes Tor einen Nachschlag beim Imbiss. Angriff um Angriff rollte auf das Tor von Berlin United zu. Deren Abwehr musste plötzlich zeigen, dass sie nicht nur beim Jubeln eine gute Figur macht. Kurzzeitig wurde sogar vermutet, einige Spieler hätten aus Versehen den zweiten Gang eingelegt. Der Schiedsrichter hatte stets ein wachsames Auge darauf, dass niemand heimlich den Turbo zündete. Schließlich gilt beim Walking Football: Der Ball darf rasen – die Spieler nicht.

Nach dem Schlusspfiff wurden noch alle zum Gruppenfoto zusammengerufen. Endlich durfte mal jeder stillstehen – was den Walking-Footballern ausnahmsweise überhaupt nicht schwerfiel. 

Außerdem warteten auf beide Mannschaften eine Urkunde,sowie Gutscheine, die gegen ein Getränk und einen kleinen Imbiss eingelöst werden konnten. Der einzige echte Ansturm des Tages fand anschließend am Getränke- und Imbissstand statt und selbst dort blieb alles fair und regelkonform. Schließlich macht Walking Football nicht nur Spaß, sondern auch ordentlich Appetit.

Die Begegnung zeigte eindrucksvoll, dass Walking Football weit mehr ist als langsames Fußballspielen. Es ist Bewegung, Gemeinschaft, Fairness und jede Menge Freude am Sport – unabhängig vom Alter oder der Fitness.

Vielleicht hat dieser Pokalendspieltag den einen oder anderen Verein neugierig gemacht. Denn Walking Football beweist: Man muss nicht sprinten, um Fußball mit Leidenschaft zu spielen – manchmal reicht es völlig, gemeinsam Schritt für Schritt über den Platz zu gehen und dabei jede Menge Spaß zu haben.

Foto: VBF Berlin

Bericht: AJ